The Development and Operations Movement, DevOps

DevOps ist eine agile Bewegung die IT Entwicklung und den Betrieb zusammenbringt. Es ist die gedankliche Fortsetzung der agilen Vorgehensmodelle wie beispielsweise Scrum und des Scaled Agile Frameworks (SAFe). DevOps basiert auf dem Lean-Ansatz und versteht sich sei ITIL 4 auch gut mit den Praktiken und Prozessen des agilen Servicemanagements aus der Information Technology Infrastructure Library (ITIL).

Eine Organisation die DevOps lebt, zeichnet sich durch die nachfolgenden Werte aus. Diese werden aufgrund ihrer Anfangsbuchstaben durch das Akronym CALMS zusammengefasst.
  • Culture – Es wird eine Kultur der gemeinsamen Verantwortung und des Vertrauens gelebt.
  • Automation – Ein hoher Automatisierungsgrad erlaubt ein rasches und beliebig wiederholbares Vorgehen bis zur produktiven Installation, genannt Continuous Delivery (CD). Die Software ist dabei immer in einem releasefähigen Stand. Dazu gehören Continuous Integration (CI) basierend auf Versionsverwaltung und Testautomatisierung sowie Continuous Deployments für den Kunden.
  • Lean – Entwicklungsteams arbeiten lean um Verschwendungen im Sinne von unnötigen Arbeiten und Sitzungen zu vermeiden und den Value Stream (dt. Wertstrom) zu optimieren. Die laufenden Arbeiten (engl. Work in Progress WIP) müssen innerhalb der verfügbare Kapazitäten erledigt werden können und die Softwarelieferungen sollen möglichst klein gehalten werden (engl. limit Batch sizes) und rasch durchlaufen werden können (engl. Queue lengths).
  • Measurement – Es werden Daten und Kennzahlen von allen Systemen und Prozessen gesammelt.
  • Sharing – Benutzerfreundliche Kommunikationsmöglichkeiten vereinfachen und intensivieren die Zusammenarbeit von Entwicklung und Betrieb.

Um eine Organisation auf DevOps auszurichten muss diese drei Wege beschreiten:

The First Way – Understand and increase the flow of work
Die Organisation muss den Arbeitsfluss verstehen und erhöhen. Zu den Praktiken hierzu gehören beispielsweise Continuous Delivery, Integration und Deployments sowie auch Value Stream Mapping und die Theory of Constraints. Beim Value Stream Mapping wird der Informationsfluss identifiziert, über Silos hinweg mit dem Schwerpunkt auf Menge und Zeit festgelegt sowie eine Analyse der Verschwendungen durchgeführt. Die Theory of Constraints ermöglicht die Identifikation der wichtigsten limitierenden Faktoren und auch deren systematische Verbesserung.

The Second Way – Shorten and amplify feedback loops
Rückmeldungen müssen durch Testautomatisierung und Monitoring von Problemen und Kennzahlen rascher erfolgen.

The Third Way – Continual experimentation and learning
Zu den Praktiken gehören Experimentation and learning im Allgemeinen, der Deming Cycle (Plan, Do, Check, Act PDCA) als kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) sowie Improvement Kata um eine Kultur des kontinuierlichen Lernens und Verbesserns zu erlangen.


Erkennt und versteht eine Organisation die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von Entwicklung und Betrieb bildet dies die Grundlage für alle weiteren Aktivitäten. Anschliessend kann der Technologiestack normalisiert und standardisiert werden. Dies erlaubt wiederum problematische Aspekte zu diskutieren, kontinuierlich zu verbessern und Abläufe zu automatisieren. Die kumulierten Effekte sind eine Kultur des Vertrauens mit einer automatisierten Deploymentpipeline und tiefen Reaktionszeiten bei Zwischenfällen und Problemen. Die Teams sind befreit von bürokratischen Tätigkeiten und die Organisation liefert messbare Ergebnisse zeitnah zu den Kunden.



DevOps Institute (Ed.). (2016). DevOps Glossary of Terms. Boca Raton, FL: DevOps Institute.
Kim, G., Behr, K., & Spafford, G. (2018). The Phoenix Project. Portland, OR: IT Revoluton Press.
Kim, G., Humble, J., Debois, P., & Willis, J. (2016). The DevOps Handbook (1st ed.). Portland, OR: IT Revolution Press.
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