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Industrie 4.0

Industrie 4.0 (en. Smart Factory) wird durch die Vernetzung von autonomen und sich selbstkonfigurierenden Komponenten, sogenannte cyber-physische Systeme (CPS), charakterisiert. In cyber-physischen Systemen verbinden sich technische Komponenten über eine Netzwerkinfrastruktur. Die einzelnen Komponenten werden dahingehend als Komplex bezeichnet, da sie eine gewisse Anpassungsfähigkeit an neue Gegebenheiten unterstützen. Es werden dabei die klassischen Ziele wie Produktivitätssteigerungen und Effizienz verfolgt aber auch beispielsweise Flexibilität, die für kundenindividuelle Massenproduktion (en. Mass Customization) unabdingbar ist. (Bauernhansl et al., 2014)

Auf die erste industrielle Revolution durch Mechanisierung mittels Dampfkraft folgte die zweite Revolution durch Massenfertigung am Fliessband und anschliessend die dritte Revolution gekennzeichnet durch Mikroelektronik wie Computerized Numerical Control (CNC) und speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS). Die Industrialisierung hat soziale Marktwirtschaften hervorgebracht und Rechte für Mitarbeiter etabliert, medizinische Versorgung sichergestellt und ein ausgeprägtes Freizeitverhalten ermöglicht um nur einige Errungenschaften zu nennen. Die Unterteilung in erste, zweite und dritte Welt wurde durch Industrieländer, Schwellenländer und Entwicklungsländer abgelöst.

Industrie 4.0 soll nun helfen diese Entwicklung der Industrieländer weiter voranzutreiben. Positive Szenarien zeigen Möglichkeiten die produzierende Industrie aus Billiglohnländern wieder zurück in westliche Länder zu bringen da die hohen Lohnkosten aufgrund der weiteren Automatisierung an Bedeutung verlieren.



Bauernhansl, T., ten Hompel, M. & Vogel-Heuser, B. (2014). Industrie 4.0 in Produktion, Automatisierung und Logistik. Wiesbaden: Springer Fachmedien.

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